Als am 13.01.2016 in Berlin die "weltgrößte Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau" zum 81. Mal in 90 Jahren eröffnete, war sie wieder ein Stück größer, vermutlich kamen wieder ein paar mehr Besucher. Seit 1926 kamen 85.000 Aussteller aus 128 Ländern und mehr als 32 Millionen Besucher: Zahlenfetischismus gehört zur Internationalen Grünen Woche wie die Probierhäppchen.
Von Kritikern wird sie als "Fressmesse" verspottet, und tatsächlich wird immer viel gegessen und getrunken. Immer im Zentrum: das Fleisch.
So gibt auch die Heinrich Böll Stiftung gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jedes Jahr den Fleischatlas pünktlich zum Start der Internationalen Grünen Woche heraus, 2016 unter dem Titel "Deutschland regional".
Während der Fleischatlas im vergangenen Jahr noch vor dem weltweit steigenden Fleischverzehr warnte, schaut er jetzt auf die Tierhaltung und den Konsum in Deutschland. Das Ergebnis ist vorsichtiger Optimismus: In Deutschland reduzieren immer mehr Menschen ihren Fleischkonsum, und rein theoretisch wären einer Umfrage zufolge 80 Prozent auch bereit, höhere Preise zu zahlen - wenn sie sichergehen könnten, dass die Haltungsbedingungen der Tiere dadurch verbessert würden.
Quelle und weitere Informationen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/fleischatlas-2016-massentierhaltung-wird-zum-standard-a-1071716.html
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen